Der Einsatz von Technologie in der Landwirtschaft hat in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht, was zu einer höheren Effizienz, verbesserten Erträgen und niedrigeren Arbeitskosten geführt hat. Ein Bereich, in dem technologische Fortschritte erhebliche Auswirkungen hatten, ist der Einsatz von Sensoren zur Überwachung und Steuerung verschiedener Aspekte landwirtschaftlicher Abläufe. Zu den neuesten Innovationen in diesem Bereich gehören kapazitive Sensoren, die von ATEX für den Einsatz in der Landwirtschaft zugelassen wurden; sogenannte ATEX-Sensoren.
ATEX (Atmosphères eXplosibles) ist ein Richtlinie der Europäischen Union in dem die Anforderungen für Geräte festgelegt sind, die in explosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt werden. Mit der Richtlinie soll sichergestellt werden, dass Geräte, die in solchen Umgebungen verwendet werden, so konzipiert und hergestellt werden, dass Explosionen verhindert und ihre Auswirkungen auf die Umgebung begrenzt werden.
Kapazitive Sensoren sind Sensoren, die Kapazitätsänderungen messen, d. h. die Fähigkeit eines Materials, eine elektrische Ladung zu speichern. In der Landwirtschaft werden kapazitive Sensoren unter anderem zur allgemeinen Erkennung von Futtermitteln, Getreide und Feststoffen eingesetzt. A kapazitiver Relaissensor wird typischerweise als Leer-, Voll- und Füllstandsanzeige in Tanks, Silos und Behältern während des Entleerungs- und Füllvorgangs verwendet.
Die ATEX-Zulassung kapazitiver Sensoren für den Einsatz in der Landwirtschaft ist von Bedeutung, da sie bedeutet, dass diese Sensoren die Sicherheitsstandards erfüllen, die für den Einsatz in explosionsgefährdeten Umgebungen erforderlich sind. Dies ist besonders wichtig bei Installationen, bei denen Staub ein unmittelbares Explosionsrisiko darstellt, das gemäß Zone 20 und 21 eingestuft ist. Beispiele für diese Art von Umgebung könnten Masthähnchenställe oder die Mehlproduktion sein.
Das Bild hier zeigt die Montage des iDOL 46 ATEX-Näherungssensors.
Der Einsatz von ATEX-zugelassenen kapazitiven Sensoren in der Landwirtschaft kann dazu beitragen, die Genauigkeit und Effizienz landwirtschaftlicher Abläufe zu verbessern. Durch präzise und zuverlässige Messungen verschiedener Parameter, wie z. B. den Futterstand in einem Silo oder den Feuchtigkeitsgehalt von Getreide, können diese Sensoren Landwirten helfen, ihre Produktionsprozesse zu optimieren und Abfall zu reduzieren.
So können Landwirte beispielsweise mithilfe kapazitiver Sensoren zur Überwachung der Futtermenge in einem Silo sicherstellen, dass ihre Tiere regelmäßig gefüttert werden, ohne das Silo zu überfüllen oder leer laufen zu lassen. Dies kann dazu beitragen, die Futterkosten zu senken und die Tiergesundheit und Produktivität zu verbessern.
iDOL 46 ATEX-zugelassener kapazitiver Sensor ist speziell für landwirtschaftliche Zwecke konzipiert.
Neben ihrer Verwendung in der Landwirtschaft werden ATEX-zugelassene kapazitive Sensoren auch in einer Vielzahl anderer Branchen eingesetzt, darunter in der chemischen Verarbeitung, in der Öl- und Gasindustrie sowie im Bergbau. In diesen Branchen werden diese Sensoren zur Überwachung und Steuerung verschiedener Prozesse in explosionsgefährdeten Umgebungen eingesetzt, z. B. beim Befüllen und Entleeren von Tanks, beim Mischen von Chemikalien und bei der Verarbeitung brennbarer Materialien.
In landwirtschaftlichen und industriellen Anlagen gibt es mehrere Anwendungen, in denen explosionsfähige Atmosphären herrschen können, weshalb ATEX-Sensoren unverzichtbar sind. In Anlagen, in denen Getreide gelagert und verarbeitet wird, tritt beispielsweise häufig Getreidestaub auf, der eine potenzielle Explosionsquelle darstellt. ATEX-Sensoren sind in diesen Umgebungen unverzichtbar für die Überwachung und Steuerung der Befüllung und Entleerung von Getreide und sorgen so für einen sicheren Betrieb in Silos, Förderanlagen und Verarbeitungseinheiten.