Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes in der Masthähnchenproduktion

Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes in der Masthähnchenproduktion

Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes in der Masthähnchenproduktion durch intelligenteres Klimamanagement

Der Einsatz von Antibiotika in der Masthähnchenproduktion ist seit langem ein Diskussionsthema. Obwohl Antibiotika in der Vergangenheit zur Behandlung und Vorbeugung von Krankheiten eingesetzt wurden, hat die zunehmende Besorgnis über Antibiotikaresistenzen (AMR) dazu geführt, dass die Reduzierung ihres Einsatzes sowohl für die Geflügelindustrie als auch für die Gesellschaft insgesamt oberste Priorität hat. Verbraucher, Einzelhändler und Aufsichtsbehörden erwarten zunehmend, dass Geflügel mit minimalen oder gar keinen Antibiotika aufgezogen wird, was die Hersteller unter Druck setzt, Alternativen zu finden, die sowohl die Vogelgesundheit als auch die Rentabilität der Betriebe schützen.

Eine der wirksamsten Möglichkeiten, die Abhängigkeit von Antibiotika zu verringern, ist bessere Umweltkontrolle—und das ist wo Klimasensoren spielen eine entscheidende Rolle.

Warum der Einsatz von Antibiotika reduziert werden muss

Übermäßiger oder präventiver Antibiotikaeinsatz bei Nutztieren trägt zur Antibiotikaresistenz bei, einem globalen Gesundheitsproblem, das die Wirksamkeit von Antibiotika sowohl bei Tieren als auch bei Menschen verringert. Für Geflügelproduzenten ist der übermäßige Einsatz auch mit folgenden Herausforderungen verbunden:

  • Marktbeschränkungen: Viele Märkte verlangen eine reduzierte oder antibiotikafreie Produktion.
  • Vertrauen der Verbraucher: Die steigende Nachfrage nach antibiotikafreiem Geflügel wirkt sich auf die Kaufentscheidungen aus.
  • Produktionskosten: Resistente Infektionen können zu längeren Behandlungen, höherer Mortalität und verminderter Effizienz führen.

Die Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes trägt nicht nur diesen Bedenken Rechnung, sondern unterstützt auch ein nachhaltigeres, wettbewerbsfähigeres Produktionsmodell.

Der Zusammenhang zwischen Umwelt und Antibiotikaeinsatz

Die meisten gesundheitlichen Probleme bei der Masthähnchenproduktion hängen zusammen mit Umweltstressoren. Schlechte Luftqualität, hohe Ammoniak- und CO₂-Anreicherung sowie falsche Temperatur oder Luftfeuchtigkeit schwächen das Immunsystem der Vögel. Gestresste Vögel sind anfälliger für Atemwegsinfektionen, Verdauungsprobleme und schlechtes Wachstum, was häufig zu einem erhöhten Antibiotikaeinsatz führt.

Durch die Minimierung dieser Stressfaktoren können die Produzenten die Widerstandsfähigkeit der Herden verbessern und den Behandlungsbedarf verringern.

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Wie Klimasensoren dazu beitragen, den Einsatz von Antibiotika zu minimieren

1. Überwachung der Luftqualität

Klimasensoren messen kontinuierlich Ammoniak, CO₂, Temperatur und Luftfeuchtigkeit in Geflügelställen. Echtzeitdaten warnen die Produzenten vor schädlichen Bedingungen, bevor sie die Vogelgesundheit gefährden. Indem die Luftqualität stabil gehalten wird, können Atemwegserkrankungen und Sekundärinfektionen, die häufig den Einsatz von Antibiotika auslösen, verhindert werden.

2. Stabile Temperaturen und Belüftung

Küken und Masthähnchen reagieren sehr empfindlich auf Temperaturschwankungen. Wenn es zu kalt ist, drängen sich Vögel zusammen und belasten ihr Immunsystem. Ist es zu heiß, fressen sie weniger und sind anfälliger für Krankheiten. Automatisierte Belüftungssysteme, die mit Sensoren verbunden sind, sorgen für gleichmäßige, stabile Temperaturen und einen gleichmäßigen Luftstrom und reduzieren so Stress und Krankheiten.

3. Bessere Müllqualität

Übermäßige Luftfeuchtigkeit führt zu feuchter Einstreu, was den Ammoniakgehalt erhöht und das Bakterienwachstum fördert. Sensoren, die die Luftfeuchtigkeit messen, helfen den Herstellern dabei, Belüftung und Heizung so einzustellen, dass die Bettwäsche trocken bleibt. So wird das Risiko von Fußpolstern und Infektionen verringert.

4. Datengestützte Prävention

Historische Sensordaten und Sensordaten in Echtzeit ermöglichen es Herstellern, Muster und Risiken frühzeitig zu erkennen. Anstatt auf Krankheitsausbrüche mit Antibiotika zu reagieren, können Landwirte Problemen vorbeugen, indem sie das Klimamanagement anpassen, bevor sich die Bedingungen verschlechtern.

Der Lohn: Gesunde Vögel, weniger Antibiotika

Wenn Klimasensoren zur Aufrechterhaltung einer stabilen, gesunden Umgebung eingesetzt werden, erleben Herden:

  • Weniger Infektionen der Atemwege und des Verdauungssystems
  • Verbesserte Immunantwort
  • Niedrigere Sterblichkeitsraten
  • Reduzierter Bedarf an Antibiotika
  • Bessere Futterverwertung und besseres Wachstum

Dies verbessert nicht nur den Tierschutz, sondern stärkt auch das Verbrauchervertrauen und verbessert die Rentabilität.

Fazit

Die Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes in der Masthähnchenproduktion ist sowohl eine Verantwortung als auch eine Chance. Indem die Hersteller die eigentlichen Krankheitsursachen — Stress und schlechte Umweltbedingungen — bekämpfen, können sie den Bedarf an Medikamenten minimieren. Klimasensoren liefern die Präzision und die Daten, die für eine gesündere Umwelt erforderlich sind, wo Vögel auf natürliche Weise ohne übermäßige Eingriffe gedeihen.

In der Zukunft der Geflügelzucht geht es nicht nur darum, Antibiotika zu reduzieren — es geht auch darum, Vögel in Umgebungen aufzuziehen, in denen sie sie nicht benötigen.

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